Corona und seine Folgen - Antworten & Tipps, Folge 43 Steuerberater, Unternehmensberater, Rechtsanwalt Karlsruhe, Gießen

Corona und seine Folgen - Antworten & Tipps, Folge 43

11.08.2020

Im Rahmen des Konjunkturprogramms gibt es aktuell für kleine und mittelständische Unternehmen, für Soloselbstständige und Freiberufler und für gemeinnützige Unternehmen/Organisationen die Möglichkeit im Rahmen der Corona-Soforthilfe des Bundes eine Überbrückungshilfe zu beantragen. Der Bund hat hierfür weitere 25 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz dazu:
„Unsere Überbrückungshilfe ermöglicht es Unternehmen, die von der Krise besonders hart betroffen sind, bald wieder durchzustarten. Die Hilfe muss nicht zurückgezahlt werden. Besonders wichtig ist mir, dass wir nun auch für gemeinnützige Organisationen Unterstützung bereitstellen.“

Der Stichtag für die Antragstellung wurde verlängert und ist nun der 30. September 2020! 

Bitte prüfen Sie, ob Sie ggf. folgende Voraussetzungen für die Antragsberechtigung der Überbrückungshilfe erfüllen: 

  • Umsatz April und Mai 2020 im Vergleich zum Umsatz April und Mai 2019 zusammengenommen um mind. 60% eingebrochen
  • bis Ende 2019 haben noch keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten bestanden

Förderung: 

Förderfähige Monate: Juni, Juli und August 2020 

80% der förderfähigen Fixkosten bei >70% Umsatzrückgang 

50% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzrückgang > 50% und < 70% 

40% der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzrückgang > 40% und 50% 

Förderhöhe: 

bis zu 5 Beschäftigte max. 9.000 EUR für 3 Monate 

bis zu 10 Beschäftigte max. 15.000 EUR für 3 Monate 

mehr als 10 Beschäftigte max. 150.000 EUR für 3 Monate 

Berechnung Beschäftigtenzahl nach Vollzeitäquivalenten 

Beschäftigte bis zu 20 Stunden: Faktor 0,5 

Beschäftigte bis zu 30 Stunden: Faktor 0,75 

Beschäftigte über 30 Stunden: Faktor 1,0 

Beschäftigte auf 450-Euro-Basis: Faktor 0,3 

Förderfähige Fixkosten: 

  1. Miete und Pachten
  2. Weitere Mietkosten
  3. Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
  4. Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
  5. Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschl. der EDV
  6. Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen
  7. Grundsteuern
  8. Betriebliche Lizenzgebühren
  9. Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben (z.B. Telekommunikation, Müllentsorgung, Kfz-Steuer für gewerblich genutzte PKW, Kosten für FiBu/Lohnbuchhaltung, IHK-Beitrag und sonstige Mitgliedsbeiträge, Bank- und Kontoführungsgebühren
  10. Kosten für Steuerberatung, die im Rahmen der Beantragung der Zuschüsse anfallen
  11. Kosten für Auszubildende
  12. Personalaufwendungen, die nicht vom Kurzarbeitergeld erfasst sind (diese werden pauschal mit 10% der Fixkosten der Ziffern 1-10 berücksichtigt)
  13. Um der besonderen Betroffenheit der Reisebüros angemessen Rechnung zu tragen, sind auch Provisionen, die Inhaber von Reisebüros den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt haben, den Fixkosten nach Nr. 1 bis 12 gleichgestellt.

Infos zur Corona-Überbrückungshilfe auf der Seite des Bundesministeriums der Finanzen:
www.bundesfinanzministerium.de/Konjunkturpaket/2020-07-08-ueberbrueckungshilfe

Die Umsetzung und Auszahlung übernimmt das jeweilige Bundesland, hier ein Überblick über die Bewilligungsstellen der 16 Länder:
https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/bewilligungsstellen-laender

Falls Sie bereits die Corona Soforthilfe erhalten haben, prüfen Sie bitte außerdem noch einmal, ob diese Auszahlung auch nach heutigem Stand noch gerechtfertigt war oder ggf. die letzten Monate doch besser als erwartet verlaufen sind. Der ungerechtfertigte Erhalt der Soforthilfe ist kein Kavaliersdelikt, es handelt sich hierbei um Subventionsbetrug.
 

Diese Informationen sind mit großer Sorgfalt und nach bestem Wissen für Sie verfasst worden. Es handelt sich nicht um eine abschließende Beratung und ersetzt diese auch nicht.  

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